Dienstag, 19. Juli 2016

Wir sind da! Wir sind in Deutschland! Es ist geschafft!!

Auf einmal wars .....naja «leicht» ist übertrieben....sagen wir mal «möglich». Montag morgen kam mal wieder eine Absage vom Blutinstitut, dass es doch nicht möglich ist eine Vorrechnung zu bekommen (was heissen würde, dass es in Ungarn nicht möglich ist eine Blutuntersuchung innerhalb eines von der EU vorgeschriebenen Zeitraums zu bekommen). Doch am Nachmittag war sie dann doch plötzlich in meinem Posteingang und so schnell wies ging bezahlt und eine Email mit deren Bestätigung zurück auf dem Weg zum Blutinstitut.
Dann am Dienstag noch ein letztes mal WARTEN auf die Ergebnisse. Pessimistis eingestellt von all den vorhergehenden Wochen wollte ich nicht zu viel hoffen, doch Mittags waren sie da! Und - natürlich auch wichtig - alle mit negativem Ergebnis. Und dann gings  mit ihnen zum ersehnten Termin zum Amtstierarzt. Dieser quälte sich 1 1/2 Stunden mit den innereuropäischen Transportpapieren, wobei er auf sie bezogene Kommentare von sich gab, die lieber unübersetzt bleiben. Vor mir auf dem Tisch stand währendessen die ganze Zeit der Stempel, auf den es sowohl in den Tracespapieren, also auch in den Zirkuspapieren ankommt. Wie idiotisch, dass schlussendlich alles auf einem Stempel beruht. Zu gerne hätte ich ihn eingesteckt!!
Und dann, endlich, hatte ich das in der Hand wofür ich 2 1/2 Monate gewartet hatte: die Traces Zeugnisse und den EUROPÄISCHEN ZIRKUS UND DRESSURTIERAUSWEIS! Das bedeutet, dass sie völlig legal nach Deutschland eingeführt werden dürfen und dort und in den anderen europäischen Ländern reisen dürfen. Mein Freischein für die Zukunft sozusagen.
Vor dem Büro kam dann der erste Schwall der Erleichterung! Denn ohne diese zwei Papiere wär nichts gegangen.

Viel Zeit zum feiern blieb mir nicht, denn abends war schon der Transport angesetzt. Ich hatte zwar vormittags schon vorgepackt um das Warten zu überbrücken, doch blieb noch genug zurück. Die Kälbchen wurden dann vor aufziehenden gigantischen Gewitterwolken um Mitternacht verladen. Und waren Nachmittags um 4 in Deutschland!
Und ich nur eine Stunde später nachdem ich gleich nach ihnen losgefahren war aber ohne Schlaf nicht durchgehalten hatte.
Wir waren da, wir waren draussen, wir waren in Deutschland!!

Mein grosser Dank geht an den Transporteur Bela, der uns immer aufgefordert hat weiter und weiter und weiter zu probieren, sozusagen über die Ohnmacht hinaus zu arbeiten. Adrienn, der Tierärztin, für ihre Hilfe bei den Papieren und den Blutuntersuchungen und Bo, der mich so oft wieder aufgebaut hat mit seinen nicht enden wollenden Ideen was wir noch probieren könnten.

Also hier sind wir: Lothar, Max, Milan, Piz und Eva mit grosser Freude auf die Zukunft!

Willkommen in Deutschland ihr Zwei!



Im Nachhinein finde ich es ziemlich gruselig, wie schlecht es mir die letzten zwei Wochen in Ungarn ging und die Dimensionen der Erleichterung, als sie endlich in Deutschland waren. Die ganzen Gefühle waren so über übermächtig.
Auch ich kenne mich so nicht.
Nachdem ich die Kälbchen gut angekommen wusste, mich ausgeschlafen hatte und wieder zu Lothar bin um mit ihm die zwei Tage zu Max und Milan zu laufen, habe ich mir erstmal ein Feuer gemacht, mich von oben bis unten gewaschen und mich nachher mit einem Kaffee hingesetzt und in den Schwarzwald geschaut. Mit all dem drumherum: Lothar, der Kutsche, dem Zelt, dem Feuer, dem Panorama, der Still wusste ich wieder: Ja, DAS bin ICH.

2 Kommentare:

  1. Ja, jetzt bist Du wieder die Eva, die wir kennen lernen durften. Das klingt schon alles besser als am 11.7.! Wir freuen uns mit dir und wünschen dir viel Freude mit Lothar, Piz, Milan und Max und mit dir selbst. Alte Freunde aus Wenireith, wo immer das auch liegen mag, vergessen dich nicht.
    Elfriede und Fritz

    AntwortenLöschen
  2. ...wo immer das auh liegen mag...Blödsinn :-)
    Ich bin auch soooo froh, Fritz!

    AntwortenLöschen