Montag, 17. Juni 2019


Und dann kommt der Anruf vom Veterinäramt. Das Ergebnis ist da! Und negativ!
Da läuft es sich auf einmal viel beschwingter Richtung Brücke. Alle Blutuntersuchungen und der TBC Test sind negativ, also für das Veterinäramt ist alles erfüllt!

Nur Max und Milan machen nicht ganz so gut mit. Obwohl ich die Ochsen vorher gebeten habe, sich nicht von meiner Nervosität anstecken zu lassen, sondern schön in sich zu ruhen zu bleiben, klappt das nicht. Haben sie in den letzten Wochen das Bremsen der Kutsche so gut im Griff gehabt, heute will es nicht so klappen. Haben sie auch das Stehen und Warten gelernt, so ist es heute sehr schwierig. Und wir müssen viel warten. Einmal noch vor der Innenstadt um die Zeit abzuwarten, die ich als plus einberechnet hatte und dann später an der Brücke.
Aber erstmal müssen wir durch Rheinfeldens Innenstadt und da geht auch die Bundesstrasse durch. Am Vortag bin ich extra die Strecke mit den Hunden abgelaufen um die stressfreiste Route zu wählen, doch um 400m Bundesstrasse kommen wir nicht drumrum. Also rein in den Verkehr und einen schönen Stau produzieren. Gott sei Dank ist auf der Gegenspur auch Stau, obwohl da kein Ochsenkarren blockiert. Und dann abbiegen und vor der Brücke im Schatten warten. Es ist 14 Uhr, doch wo ist der deutsche Amtstierarzt mit den Blutergebnissen? Die schweizer Amtstierärztin wollte doch auch schon um 14:15 da sein. Alle kommen ein bisschen später, aber bis dahin müssen Mr. und Mr. Ungeduldig warten und das fällt ihnen schon schwer. Und dann müssen sie ja nochmal warten, bis alles Dokumente übergeben und geprüft werden.
Aber sie sind alle da, vollständig und alle gut!

Also dürfen wir los. Max und Milan mit Piz und Pepe auf der Kutsche fahren auf das Kopfsteinpflaster der alten Rheinfelder Stadtbrücke, die nur mehr für den öffentlichen Verkehr, Fussgänger und Radfahrer offen ist. Unter den Fahnen hindurch und über den mächtigen Rhein, der dort noch eine so schöne Farbe hat nach Berg, vorbei an der prächtigen Kulisse der alten Häuser die sich schon seid so langer Zeit über dem Rhein erheben und dann sind wir da: in der Schweiz und niemand hält uns auf.
Und auf einmal sind Max und Milan wieder meine Max und Milan, ruhig und ausgeglichen. Das liegt wohl an dem Stein, der jetzt nicht mehr auf meiner Brust liegt.
Schweiz wir sind da!
Nach so vielen Jahren träumen von meinen Ochsen und der Kutsche in der Schweiz ist es jetzt Realität.

Danke danke, an die tollen Amtstierärzte, die dies begleitet haben!
  
noch in Deutschland
schon in der Schweiz



das erste Foto zusammen auf schweizer Boden, grad mal 50m hinter der Grenze

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