Donnerstag, 3. Juli 2014

Projekt Hufschuhe: wie läufts?

Gut, muss, kann und darf ich sagen. Die schweizer Hufschuhe stellen sich als erfreulich gute Alternative zum Beschlag heraus. Mit allem was nicht so perfekt ist lässt es sich gut arrangieren.
Zwei Monate laufen „wir“ jetzt mit und in ihnen und bis auf einen Schuh, werden sie auch noch einen Monat, also insgesamt drei, halten. Nur vorne Links scheint er komisch abzurollen und somit hat er an die Spitze schon ein Loch reingelaufen.

Aber auch dafür gibt es einen Schutz.
Hier ein Foto vom neuen Schuh:  Und hallo? DREI MONATE. Beim Beschlag waren kaum drei Tage ohne Nachnieten.

Der Zwischenklauenspalt hat sich auch an seine neue Situation des eng eingequetscht Seins, gewöhnt. Auch bei heissem Wetter blieb es dort immer Trocken. Musste ich anfangs noch alle zwei Tage Buchenholzteer schmieren um komischem Geruch und somit unerwünschten Vorgängen entgegenzuwirken, schmierte ich nach einem Monat nur noch jeden dritten Tag und jetzt eigentlich nur noch nach Gefühl bzw. Geruch, bzw. Feuchtigkeit. Die Haut im Zwischenklauenspalt scheint sich also auf die neue Situation einstellen zu können. Sehr erfreulich.

Auch so haben wir uns mit dem Gebrauch gut arrangiert. Die hinteren Schuhe, die ich ja nicht richtig eingestellt habe und die daher zu locker sind (falsch nach Angabe des Herstellers, aber erst bei der nächsten Garnitur kann ichs ändern) schnalle ich fest an seinen Fuss. So verlieren wir sie nicht. Es entstehen dadurch aber keine Scheuerstellen. Auch sehr erfreulich, obwohl Lothar sehr feine dünne Haut hat. Geht es ganz steil bergauf und noch dazu ungeteert, ziehe ich Lothar die Schuhe vorher aus, weil er dann bei Unebenheiten mehr Haftung hat und sie eh sonst nur verlieren würde.

Einmal im Monat mache ich Klauenpflege, damit er seinen Schuhen nicht entwächst. Wenn möglich lasse ich Lothar vorher hinten einen Tag und vorne zwei Tage ohne Schuhe laufen, das spart mir Arbeit.
Die Abnutzung der Schuhe selbst ist schon erstaunlich und verwundert mich jeden Tag aufs Neue, hält das Material doch viel länger als Eisen. Schaut euch mal die Fotos an und stellt euch vor, dass mit diesen Schuhen (links im Vergleich immer ein neuer) ein 800kg Ochse täglich 6h auf Asfalt unterwegs war.
Hier die Fotos (zum Vergleich ist daneben ein neuer Schuh, aber in kleinerer Grösse)
Schuh hinten links
Schuh hinten links
Schuh hinten links
Schuh vorne links

Schuh vorne links

Schuh vorne links


Horn, Fessel und Haut sieht man das Schuhetragen so gut wie gar nicht an und es verändert z.B. die Sehnen nicht. D.h. ich kann ihn auch ohne Schuhe noch Kutsche ziehen lassen.


Thema: Rollklaue
Lothars Rollklaue, letztes Jahr Dauerproblemthema, meldet sich bei den Hufschuhen nicht als Nachteilig. Es ist schon so, dass die Klauenhälfte mit der Rollklaue ja dicker ist und somit auf der dünneren Seite eventuell eine Einlage bräuchte (von oben her innen drangenietet), denn so rutscht sich der Schuh von selber in eine leicht gedrehte Position. Der Schuh schützt diese nachteilige Klauenform aber so gut, dass es keinerlei Einschränkungen für den betroffenen Fuss gibt (zumindest in dem Stadium, wie sie Lothar hat)


Es grüssen aus Hohenschäftlarn
Lothar, Eva und Piz

2 Kommentare:

  1. Liebe Eva! Es ist schön zu erfahren, wie gut alles mit den Klauenschuhen läuft und du viele Probleme und Sorgen los bist, wenn wir nur ein Jahr zurückdenken, Wenireith 2013. Schönes Laufen weiterhin! DiesesHohenschäftlarn ist das auch so eine Großstadt wie Wenireith? Liebe Grüße und auf ein Wiedersehen - Elfriede und Fritz

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  2. Im Vergleich zu Wenireith ist es eine Millionenstadt

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